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Goldpreisentwicklung – wie sicher ist die Investition in Gold

Sachwerte

Seit jeher gilt die Investition in Gold als krisensichere und damit auch als inflationssichere Geldanlage. Die nähere Betrachtung der Goldpreisentwicklung zeigt, dass der Goldkauf zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Es ist jedoch gar nicht so einfach, gewinnbringend in Gold zu investieren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich vorab eingehend mit der Entwicklung des Goldpreises beschäftigen.

Hier findest du den Goldpreis von 1970 an dargestellt.

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Chancen und Risiken der Goldanlage

Je nach Marktlage und Konjunktur bietet die Anlage in Gold attraktive Renditechancen. Sie ist allerdings auch mit ähnlichen Kursrisiken verbunden wie Wertpapiere am Kapitalmarkt. Da schon kleine Goldmengen große Geldmittel binden, unterliegt das Edelmetall einem hohen Preisrisiko. Wenn in Zeiten hoher Inflation das Papiergeld an Wert verliert, gilt Gold als beständiger Wert. Werden am Markt jedoch andere Anlagen bevorzugt oder steigt der Wert des Papiergeldes, kommt es aufgrund der sinkenden Nachfrage zu Kursverlusten. Beides ist in der Vergangenheit bereits mehrfach passiert.

Goldpreisentwicklung von 1944 bis 1979

Zwischen 1944 und 1971 war der US-Dollar an den Goldpreis gebunden. Jedes Land, das dem sogenannten Bretton-Woods-System beitrat, durfte seine Dollar-Reserven zu einem Festpreis von 35 USD pro Unze in Gold umtauschen. Fehlende Mechanismen der Zahlungsanpassung ließen das System jedoch ebenso bröckeln wie die Vormachtstellung des US-Dollars. Die Finanzwirtschaft begann ab Anfang der 1970er Jahre, gegen den Dollar zu spekulieren. Dieser und andere Gründe führten dazu, dass US-Präsident Richard Nixon im August 1971 die Bindung der US-Währung an Gold aufhob. Im März 1973 drohte das Bretton-Woods-System zusammenzubrechen, worauf die Devisenbörsen zahlreicher europäischer Länder geschlossen wurden. Nach Außerkraftsetzen des Systems ging die Mehrzahl der großen Industrienationen, allen voran die Schweiz und Großbritannien, zu flexiblen Wechselkursen über.

Der Goldpreis von 1980 bis 1999

Anfang 1980 kletterte der Goldpreis erstmals auf 850 US-Dollar. Ein Anstieg der Ölpreise und die damit einhergehende hohe Inflation, die Revolution im Iran und der Einmarsch der Sowjets in Afghanistan führten Anleger in aller Welt in den vermeintlich sicheren Hafen Gold. In den nächsten Jahren schafften es die USA jedoch, die Inflation zu verringern, worauf der Goldpreis sank. Spekulationen über die Verkleinerung der Gold-Reserven der Zentralbanken drückten ihn im August des Jahres 1999 auf 251,70 US-Dollar. Im September desselben Jahres einigten sich fünfzehn europäische Nationalbanken darauf, die Gold-Verkäufe zu begrenzen. In Folge stieg der Preis für Gold auf das Zwei-Jahres-Hoch von 338 USD.

2000 bis 2009 – der Goldpreis in Zeiten von Kriegen und Krisen

Ab Beginn des neuen Jahrtausends war ein stetiger Anstieg des Goldpreises zu verzeichnen. Experten führen dies auf die wachsende Schuldenlast der USA und die Schwächung der US-Währung gegenüber anderen Währungen zurück. Der Irakkrieg im Jahr 2003 und die Angst vor einem Flächenbrand im gesamten Nahen Osten trieben den Goldpreis auf 388,50 Dollar, den höchsten Stand der letzten viereinhalb Jahre. Im April 2006 führten steigende Ölpreise, der schwächelnde Dollar und der Atom-Konflikt mit dem Iran das Gold auf einen Wert von 730 US-Dollar, den höchsten Stand seit 1980. Gewinnmitnahmen drückten den Preis jedoch bereits im Juni wieder auf 543 Dollar.Der Zusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers veränderte nicht nur die gesamte Finanzwelt, sie bescherte dem Goldpreis auch den höchsten Tagesgewinn seiner Geschichte. Binnen 24 Stunden stieg er am 17. September 2008 um 90 Dollar. Im Februar 2009 schoss er im Zuge der Finanzkrise auf mehr als 1.000 US-Dollar. Börsennotierte Gold-Fonds verbuchten von Januar bis März 2009 Rekord-Mittelzuflüsse. So stiegen die Goldbestände von SDPR Gold, dem weltgrößten Gold-Fond, um 45 Prozent auf 1127,44 Tonnen. Ende 2009 verlor der Dollar immer noch an Wert. Darüber hinaus sorgen Spekulationen um die Ausweitung der Gold-Reserven durch die Zentralbanken für einen Anstieg des Goldpreises auf mehr als 1.200 US-Dollar.

 Goldpreisentwicklung

Goldpreisentwicklung 2010 bis heute

Im Jahr 2010 erreichte der Goldpreis einen Rekord nach dem anderen. Insbesondere die Angst vor einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise erhöht die Nachfrage. Ein milliardenschweres Fed-Anleihenkaufprogramm ließ den Preis zu Ende des Jahres auf mehr als 1.400 Dollar steigen. Aufgrund einbrechender Aktienkurse im September 2011 legte der Goldpreis innerhalb weniger Wochen kräftig zu. Er stieg bis auf 1.912 Dollar, doch statt des von den meisten Experten erwarteten Anstiegs über 2.000 Doller folgte ein langer Kursrutsch. Im Juni 2013 fiel der Preis für Gold auf 1.200 Dollar je Feinunze. Grund hierfür waren Spekulationen auf einen Rückgang des billigen Notenbankgeldes aus den USA. Von Januar bis Oktober 2013 sank der Goldpreis um 22 Prozent.

Erst zu Anfang des Jahres 2014 konnte er wieder leicht an Boden gewinnen und stieg um zehn Prozent auf 1.330 Dollar je Feinunze. Der Preisanstieg beruhte vor allem auf der steigenden Nachfrage nach börsengehandelten Gold-Indexfonds. Aufgrund der drohenden Eskalation des Ukrainekonflikts wurde das Gold ab März 2014 für die Anleger wieder interessanter. Der Preis stieg kurzzeitig bis auf 1.383 Dollar an. Seither ging es allerdings stetig bergab. Erst Anfang 2015 erreichte der Goldpreis erneut die 1.300-Dollar-Marke. Da die Wirtschaft in den USA derzeit jedoch wieder rund läuft, gehen Anleger von einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed aus. Der Dollar würde gestärkt und der Goldpreis belastet. Infolgedessen befindet sich der Preis für das Edeletall seit Januar auf Talfahrt. Analysten gehen davon aus, dass er auf unter 1.050 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2010 fallen könnte.

Möglichkeiten der Goldanlage und -lagerung

Gold bildet eine eigene Anlageklasse. Als Edelmetall ist es wie auch Silber und Platin dem Rohstoffbereich zugeordnet. Angelegt wird es in Form von Goldbarren oder Goldmünzen. Das Gold wird hierbei physisch erworben. Börsengehandelte Goldprodukte bieten jedoch auch die Gelegenheit, an der Goldpreisentwicklung auch ohne physischen Besitz zu teilzuhaben. Der Goldpreis richtet sich nach Angabe und Nachfrage und orientiert sich unter anderem an Inflationsängsten, Spekulationen und eher kurzfristigen Ereignissen, aber auch an Finanzmarktzinsen und langfristigen Erwartungen. Weitere wichtige Einflussfaktoren sind der US-Dollar-Kurs und der Ölpreis.

Vollversicherbare Schließfächer oder Edelmetalldepots bei bankenunabhängigen Unternehmen bieten Anlegern die Gelegenheit, ihr Gold diskret und anonym zu lagern. Die Lagerung in einem Zollfreilager im Ausland bringt viele Vorteile mit sich. Anders als in Deutschland fällt für den Handel keine Mehrwertsteuer an, wenn Käufe und Verkäufe über den Bestimmungsort Zollfreilager getätigt werden. Zudem gewähren die meisten Zollfreilager einen halbjährlichen Versicherungsschutz und die Anleger erhalten einen halbjährlichen Depotauszug sowie ein jährliches Testat von unabhängigen Wirtschaftsprüfern.

Ich hoffe ich konnte dir einen Mehrwert geben. Du interessierst dich für Gold? Lese dazu auch meinen Blogartikel Alles zur Geldanlage Gold

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • […] Aufgrund der großen Schwankungen des Kaufpreises ist langes „liegen lassen“ und nicht weiter verfolgen von Gold nach dem Kauf nicht ratsam. Ich empfehle dir eine Mischung von Xetra Gold, ZKB Gold ETF und physischem Gold in einem Zollfreilager. Zum physischen Kauf und der  Lagerung kann ich dir den folgenden Artikel empfehlen, der auf die einzelnen Schwierigkeiten der Goldlagerung eingeht: Goldpreisentwicklung – wie sicher ist die Investition in Gold. […]

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